Am 5. April 2016 gibt USA Cycling bekannt: Assos ist der neue offizielle Bekleidungspartner des US-Nationalteams. Der Fünfjahresvertrag deckt alles ab — Strasse, Bahn, Mountainbike und Cyclocross. Team USA trägt Assos bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, bei den Spielen 2020 in Tokio und bei sämtlichen Weltmeisterschaften und Weltcups dazwischen.
Was das bedeutet
Für Assos ist der Deal mehr als Sichtbarkeit. Das US-Nationalteam fährt in allen Disziplinen und unter allen Bedingungen — von der Hitze in Rio bis zum Schlamm beim Cyclocross-Weltcup. Jede Disziplin stellt andere Anforderungen an Material, Passform und Funktion. Wenn eine Bekleidungsmarke alle bedienen kann, sagt das mehr als jede Laborstatistik.
Dazu kommt ein Detail, das leicht übersehen wird: Greg Avis, Mitinvestor bei Assos seit der Übernahme 2015, sitzt im Vorstand der USA Cycling Foundation. Die Verbindung zwischen neuem Assos-Management und US-Radsportverband war also schon vor dem Deal geknüpft.
Einordnung
National-Team-Verträge sind im Radsport keine Seltenheit. Aber für eine Schweizer Marke, die traditionell in Europa stark ist und gerade erst den Eigentümer gewechselt hat, ist der USA-Cycling-Deal ein Signal: Assos unter neuer Führung denkt grösser. Die Partnerschaft wurde später verlängert — ein Zeichen, dass beide Seiten zufrieden waren.