Am 16. Mai 2024 präsentieren Assos und WHOOP das Ergebnis von zwei Jahren gemeinsamer Entwicklung: die Mille GT WHOOP Bib Shorts C2 und die Uma GT WHOOP Bib Shorts C2. Radhosen mit einem integrierten Fach für den WHOOP 4.0 Sensor. Kein Armband, kein Brustgurt — der Tracker sitzt in der Hose.

Warum im Gesäss?

Fünf Positionen am Körper hat das Team in den WHOOP Labs in Boston getestet. Handgelenk, Oberarm, Oberschenkel, unterer Rücken, Gesäss. Für Radfahrer lieferte die linke mittlere Gesässposition die genauesten Daten — Herzfrequenz, Belastung, Erholung. Das ergibt Sinn: Auf dem Rad bewegen sich Beine und Arme ständig, das Gesäss bleibt relativ ruhig und hat guten Hautkontakt.

Das Fach ist so konstruiert, dass der Sensor flach anliegt, ohne zu drücken. Wer keinen WHOOP trägt, bemerkt das Fach kaum — die Hose funktioniert auch ohne Sensor als normale Mille GT.

Was der Sensor misst

WHOOP 4.0 trackt Herzfrequenz, Herzratenvariabilität, Hauttemperatur und Bewegung. Daraus berechnet die App Belastungswerte (Strain), Erholungsstatus und Schlafqualität. Für Radfahrer heisst das: objektive Daten darüber, ob der Körper für das geplante Training bereit ist — oder ob ein Ruhetag mehr bringt.

Einordnung

Assos hat bisher Textilien, Polster und Passformen optimiert. Mit WHOOP kommt erstmals Elektronik ins Spiel. Das ist kein Widerspruch zur Marken-DNA — Toni Maier-Moussa hat 1976 auch nicht Radhosen verbessert, sondern sie neu erfunden. Die WHOOP-Hose ist weniger radikal, aber sie zeigt, dass Assos Bekleidung als System denkt, nicht als Stoff.

Die Hosen basieren auf der bewährten Mille GT C2 Plattform. Gleicher Schnitt, gleiches Polster, gleicher Preis plus WHOOP-Aufschlag. Die Technologie wird addiert, nicht substituiert.