Ein mobiles Labor, das drei Wochen lang mit dem Giro d’Italia durch Italien fährt. Blutproben, Hydratationstests, Ernährungsberatung zwischen den Etappen. Als Enervit 1973 die Giroclinica startete, war das eine Idee, die sonst niemand im Peloton hatte.

Die Giroclinica war ein mobiles Labor und medizinisches Zentrum, das mit dem Rennen durch Italien reiste. Vollständig ausgestattet mit Analyse- und Beratungskapazitäten, bot sie den Fahrern eine ernährungswissenschaftliche Begleitung, die es damals sonst nirgends im Peloton gab. Betrieben wurde sie von der Equipe Enervit — einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Forschern und Ernährungswissenschaftlern, 1976 offiziell gegründet.

Die Zahlen sprechen für sich: über 10’000 Labortests an Fahrern vor, während und nach Rennen, mehr als 100’000 gefahrene Kilometer. Dreissig Ausgaben des Giro d’Italia, von 1973 bis 2003.

Was die Giroclinica für Enervit bedeutete, war mehr als Präsenz am grossen Rennen. Die systematische Datenerhebung unter Wettkampfbedingungen floss direkt in die Produktentwicklung ein. Welche Kohlenhydratmengen verkraften Fahrer in den Alpen? Was passiert mit dem Mineralstoffhaushalt über drei Wochen Rennen? Antworten, die nur ein Labor im Renneinsatz liefern kann.

2024 war Enervit erneut beim Giro dabei — als Ernährungspartner beim 107. Rennen, wenngleich nicht mehr in der eingebetteten Giroclinica-Rolle. Die Partnerschaft, die 1973 begann, hat die Marke geprägt wie kaum ein anderes Kapitel ihrer Geschichte.