Was passiert, wenn eine Manufaktur, die Zeitfahranzüge für WorldTour-Fahrer baut, eine Trägerhose für alle macht? Die Primapelle Ultra ist Pissei's Versuch, die Technologie aus dem Custom Lab in ein Serienprodukt zu übersetzen.
Nahtlos verschweisst
Das auffälligste Merkmal: Die Seitenpanels sind thermoverschweisst statt genäht. Keine Nähte, die scheuern können, keine erhabenen Kanten, die sich unter dem Trikot abzeichnen. Die Verbindung ist flach, sauber und langlebiger als herkömmliche Flatlock-Nähte.
Das Verfahren stammt aus der Zeitfahranzug-Produktion, wo jeder Widerstandskoeffizient zählt. Bei einer Trägerhose ist der Aero-Vorteil minimal — der Komfortvorteil über lange Distanzen dagegen erheblich.
Der Stoff
Pissei verwendet italienischen NYAL-Stoff aus der Sensitive-Fabrics-Linie. Kompression und Stretch in einem — gezielte Muskelunterstützung, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Der Stoff ist leicht, wasserabweisend, trocknet schnell und bietet UPF 50+ Schutz. Keine Überraschung: Das ist derselbe Stofflieferant, den auch die WorldTour-Kits nutzen.
Trägersystem und Chamois
Das neue X-Comfort-Trägersystem arbeitet mit doppelter elastischer Kompression — breiter und flacher als klassische Träger, für gleichmässige Druckverteilung. Der Truflo-Ultra-Chamois ist Pissei's Eigenentwicklung: Mehrzonen-Polsterung, ergonomisch geformt, auf Langstreckenkomfort ausgelegt.
Einordnung
Die Primapelle Ultra positioniert Pissei im Premiumsegment der Trägerhosen — neben Assos Equipe RS, Castelli Free Aero RC und Rapha Pro Team. Der Unterschied: Pissei bringt die WorldTour-Erfahrung mit. Was im Peloton funktioniert, steckt in diesem Produkt — nicht als Marketing-Claim, sondern als Technologietransfer aus der Primapelle-Linie.