Seit dem 1. Januar 2026 unterscheidet das UCI-Reglement zwei Arten von Rennradhelmen. Die Regel ist kurz, und sie hat für einige Aerohelme Folgen.
Die zwei Klassen
Traditioneller Helm. Er braucht mindestens drei Lufteinlässe. Er darf die Ohren nicht abdecken. Er darf kein Visier haben, weder fest verbaut noch abnehmbar.
Zeitfahrhelm. Für die Form gibt es keine dieser Einschränkungen. Dafür gibt es eine Einschränkung beim Einsatz: Der Helm ist nur im Einzelzeitfahren und im Mannschaftszeitfahren erlaubt.
Wo welche Klasse gilt
Die UCI unterteilt die Wettbewerbe in zwei Gruppen. Zur ersten Gruppe gehören die Zeitfahren, sowohl die Einzel- als auch die Mannschaftszeitfahren. Zur zweiten Gruppe zählt alles andere: Strassenrennen mit Massenstart, Etappenrennen, Eintagesrennen und Kriterien.
In der zweiten Gruppe ist nur der traditionelle Helm zugelassen.
Was die Regel wirklich trifft
Über die Jahre sind Aerohelme für die Strasse immer geschlossener geworden. Einige Modelle ähneln inzwischen Zeitfahrhelmen, mit Abdeckungen über den Ohren und einem Visier. Genau dort setzt die Regel an.
Ein Beispiel ist der POC Procen Air. Die Drei-Einlass-Prüfung besteht er. An den Ohrabdeckungen und am Visier scheitert er jedoch. Deshalb darf er seit dem 1. Januar 2026 in einem Rennen mit Massenstart nicht mehr gefahren werden.
Die Regel verbietet also keine Aerodynamik. Sie zieht eine Grenze zwischen einem Rennhelm und einer Zeitfahrschale.
Und die Helme in unserem Sortiment?
Wir haben unser Helmsortiment gegen die Kriterien geprüft. Das Ergebnis ist unauffällig.
Kein Strassenhelm bei uns deckt die Ohren ab. Keiner hat ein Visier. Das gilt für die Modelle von MET, Kask, Lazer und Giro gleichermassen — vom MET Trenta 3K Carbon über den Kask Utopia Y und den Lazer Sphere bis zum Giro Aether MIPS. Auch die stärker aerodynamischen Modelle wie der MET Manta und der MET Rivale bleiben in der traditionellen Klasse.
Eine Ausnahme gibt es, und sie ist als solche verkauft: den MET Drone Wide Body II. Der Helm wiegt 430 Gramm und hat ein Mag-Clip Shield, also ein Visier. Er ist ein Zeitfahr- und Triathlonhelm. Nach der neuen Regel gehört er in die Zeitfahrklasse und damit ins Einzel- oder Mannschaftszeitfahren.
Das ist keine schlechte Nachricht über den Helm. Er war nie für den Massenstart gedacht. Die Regel bestätigt nur, was er ist.
Betrifft dich das überhaupt?
Das gilt nur, wenn du nach dem UCI-Reglement fährst. Für die Feierabendrunde, das Training und die Ausfahrt am Sonntag ändert sich nichts.
Bei einem Marathon oder einem Gran Fondo lohnt es sich, beim Veranstalter nachzufragen. Viele Rennen übernehmen das Reglement der UCI oder die Regeln des nationalen Verbands. Wenn du einen Aerohelm mit Ohrabdeckung fährst und einen Start planst, kläre das vorher.
Was du daraus mitnimmst
Wenn du heute einen Helm kaufst und damit Rennen fahren willst, prüfe drei Dinge: Deckt er die Ohren ab? Hat er ein Visier? Hat er mindestens drei Lufteinlässe?
Bei einem klassisch belüfteten Rennhelm ist die Antwort dreimal unproblematisch. Vorsicht ist nur bei den sehr geschlossenen Aeromodellen geboten.